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Wasser als polares Molekül
Ein Wassermolekül besteht aus einem Sauerstoffatom und zwei Wasserstoffatomen. Die O–H-Bindungen bilden einen Winkel von etwa 104,5°. Weil Sauerstoff die Bindungselektronen stärker anzieht, trägt die Sauerstoffseite eine negative und die Wasserstoffseite eine positive Partialladung. Wasser ist deshalb ein Dipolmolekül.
Zwischen benachbarten Wassermolekülen zieht ein partiell positiv geladenes Wasserstoffatom die partiell negative Sauerstoffseite eines anderen Moleküls an. Diese zwischenmolekulare Anziehung heißt Wasserstoffbrücke. In flüssigem Wasser werden solche Brücken fortlaufend gelöst und neu gebildet; in Eis entsteht ein geordnetes Netzwerk.