Monosomie bedeutet: In der Zygote fehlt ein Chromosom eines homologen Paares. Statt 2n liegt dann 2n−1 vor.
Sie entsteht typischerweise, wenn bei der Meiose durch Non-disjunction eine Keimzelle ein Chromosom nicht erhält (eine „nullisomische“ Keimzelle, bei n=1 also 0 statt 1 Chromosom dieses Paares).
Warum sind die rot markierten Beispiele Monosomien?
In den markierten Fällen enthält die Keimzelle kein Chromosom dieses Autosomenpaares. Nach der Befruchtung durch ein Spermium (mit 1 Chromosom dieses Paares) entsteht eine Zygote mit nur 1 statt 2 Chromosomen – das ist eine Monosomie (2n−1).
- Möglichkeit 1: Non-disjunction in der Anaphase I → zwei Keimzellen ohne dieses Chromosom (markiert).
- Möglichkeit 2: Non-disjunction in der Anaphase II → eine Keimzelle ohne dieses Chromosom (markiert).
Hinweis: Bei Trisomie wäre es umgekehrt – die Keimzelle enthält 2 statt 1 Chromosom dieses Paares (Zygote: 2n+1).