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Lebewesen passen ihr Verhalten nicht nur an vorausgehende Reize an. Sie lernen auch aus den Folgen ihres eigenen Handelns. Diese Form des Lernens wird als operante Konditionierung bezeichnet.
Verhalten und seine Folgen
Ein zunächst zufällig gezeigtes Verhalten kann häufiger oder seltener auftreten, je nachdem, welche Konsequenz unmittelbar darauf folgt. Führt eine Handlung wiederholt zu einer günstigen Folge, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie erneut gezeigt wird. Führt sie dagegen zu einer ungünstigen Folge, nimmt ihre Häufigkeit gewöhnlich ab. Entscheidend ist dabei die verlässliche zeitliche Beziehung zwischen Verhalten und Konsequenz.
Verstärkung und Bestrafung
Von Verstärkung spricht man, wenn eine Konsequenz dazu führt, dass ein Verhalten künftig häufiger auftritt. Bei einer Bestrafung wird das Verhalten dagegen seltener. Die Begriffe beschreiben also die Wirkung auf die Verhaltenshäufigkeit – nicht, ob eine Handlung moralisch richtig oder falsch ist.
Die Zusätze positiv und negativ geben an, was sich in der Situation verändert: „positiv“ bedeutet, dass ein Reiz hinzukommt; „negativ“ bedeutet, dass ein Reiz entfernt wird. Beide Zusätze können sowohl mit Verstärkung als auch mit Bestrafung verbunden sein.
Untersuchung in der Skinner-Box
Der Psychologe Burrhus Frederic Skinner untersuchte operantes Lernen in einem kontrollierten Versuchskasten. Darin konnte ein Tier beispielsweise einen Hebel betätigen. Die Folgen dieser Handlung wurden gezielt verändert, während Forschende beobachteten, wie sich Anzahl, Häufigkeit und zeitlicher Abstand der Hebelbetätigungen entwickelten. So ließ sich erkennen, welche Konsequenzen ein Verhalten aufbauen oder abschwächen.
Arbeitsauftrag
Führe jeden der vier anonymisierten Versuche zwei Minuten lang durch. Beobachte jeweils die unmittelbare Folge einer Hebelbetätigung sowie das Verhalten der Ratte. Vergleiche anschließend die durchschnittliche Hebeldruckrate und die weiteren relevanten Messwerte im Zeitverlauf. Ordne jeden Versuch einer Form der operanten Konditionierung zu und begründe deine Entscheidung mit mindestens zwei Beobachtungs- oder Messdaten.
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